Bruder Klaus

Der Einsiedler Bruder Klaus war lange schon bevor er 1947 zum Heiligen erklärt wurde, von seinen Landsleuten, ob katholischen oder evangelischen Bekenntnisses, verehrt und als Vorbild erachtet worden. Dass sein Standbild sogar im Bundeshaus zu Bern aufgestellt ist, zeigt, dass er zu den wichtigsten Personen der Schweizer Geschichte gezählt wird.

 

Am 21. März 1417 wurde er im Flüeli bei Sachseln geboren. Noch heute wird sein Geburtshaus gezeigt, ebenso wie sein Wohnhaus, das er sich später als Bauer, Ratsherr, Richter, Tagsatzungsgesandter und Hauptmann erbaute. Mit dem Thurgau verbindet ihn eine besondere Episode. Als Rottmeister der Obwaldner Truppen verhinderte er 1460 bei der Eroberung des Thurgaus die Brandschatzung des Klosters St. Katharinental.

 

1467 verliess er im Einverständnis mit seiner Familie seine Frau Dorothea und seine zehn Kinder, um den Rest seines Lebens ganz Gott zu weihen. Seine Landsleute bauten ihm in der Ranftschlucht der Melchaa eine kleine Klause. Viele Besucher kamen in seine Einsamkeit, um bei ihm Rat zu holen. Seine Botschaft versöhnte die entzweiten Eidgenossen an der Tagsatzung zu Stans am 22. Dezember 1481 und verhinderte einen Bürgerkrieg. Seither gilt er als Retter und Landesvater der Eidgenossenschaft. Niklaus von Flüe starb am 21. März 1487 im Alter von siebzig Jahren. Seine Gebeine ruhen in einem Glassarg in der Pfarrkirche Sachseln.

Sein tägliches Gebet lautete: Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Informationen zu Niklaus von Flüe - Bruder Klaus finden sich an vielen Orten. Hier einige Hinwiese: